Chapter 110: [18] Piqué x Ramos [2/2]

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für alle, die sich eine Fortsetzung gewünscht haben💖

[18] ,,Ich habe das vermisst."

Irritiert blickte ich auf mein Handy, als ich nach dem Training zurück in unsere Kabine kam, 3 verpasste Anrufe einer unbekannten Nummer, 6 verpasste Anrufe von Fiona und 5 Nachrichten von Fiona. Verunsichert klickte ich auf den Chat mit Gerards bester Freundin:

Fiona

Sergio, bitte geh ran. Es ist dringend!

Geri hatte einen Autounfall. Ruf mich sofort zurück!

Bin bei ihm im Krankenhaus. Das ist die Adresse:

Av. de los Reyes Católicos, 2, 28040 Madrid, Spanien

Bitte komm so schnell es geht

Erschrocken las ich die Nachrichten, die mir ein mulmiges Gefühl im Magen verbreiten. Gerard hatte einen Autounfall, der scheinbar so schwer gewesen war, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Schnell stopfte ich meine Klamotten in meine Sporttasche, ehe ich sie mir über die Schulter warf und aus der Kabine stürmte, ohne mich zu verabschieden. Meine Sorge war viel zu groß, als dass ich daran denken konnte. Auch wenn wir zwei Wochen nichts voneinander gehört und uns zuletzt gestritten hatten, liebte ich ihn immer noch. Das würde ich immer tun.

Ich lief zu meinem Auto und schmiss meine Sporttasche auf die Rückbank. Anschließend ließ ich mich auf den Fahrersitz fallen und blickte auf das Display meines Handys, um die Adresse in mein Navi einzugeben. Erst bei der Eingabe fiel mir auf, dass Gerard in ein Krankenhaus in Madrid gebracht wurde. Weshalb war er hier?

Fiona würde mir das sicherlich erklären können. So schnell es der Verkehr in Madrid zu ließ, fuhr ich zum Krankenhaus. Dort angekommen, stellte ich mein Auto auf einen Parkplatz ab und rannte förmlich ins Gebäude. Sofort lief ich zum Empfang und sprach die dort sitzende Frau aufgelöst an:,,Mein Freund wurde hier vor einer knappen halben Stunde eingeliefert. Können Sie mir sagen, wo er ist?"

,,Ich kann Ihnen bestimmt helfen. Atmen Sie tief durch und geben Sie mir seinen Namen", forderte mich die Frau beruhigend auf. Ich versuchte ihrer Bitte nachzukommen und setzte nun ruhiger an:,,Gerard Pique, er hatte einen Autounfall."

,,Sie sind señor Ramos?", fragte die Frau und blickte auf den Computer vor sich. Ich nickte zustimmend:,,Ja, ja, der bin ich."

,,Schön, dass Sie da sind. Wir hatten mehrmals versucht Sie anzurufen, da Sie als Notfallkontakt bei señor Piqué eingetragen sind, aber wir konnten Sie nicht erreichen", erklärte die Frau, ehe sie zu mir aufschaute und fortfuhr, ,,Ihr Freund wird derzeit operiert, da er sich beim Unfall innere Blutungen zu gezogen hat. Mehr kann ich Ihnen leider noch nicht sagen. Sie können sich zu señora Garcia in den Wartebereich setzen. Sie war der zweite Notfallkontakt Ihres Freundes. Sobald es Neuigkeiten gibt, wird einer meiner Kollegen Sie informieren."

,,Okay, dankeschön", entgegnete ich. Nachdem sie Frau am Empfang den Weg zum Wartebereich beschrieben hatte, folgte ich ihrer Beschreibung. Der Wartebereich bestand aus vielen Stuhlreihen, auf denen vereinzelt Angehörige saßen, auch Fiona. Noch bevor ich bei ihr angekommen war, glitt ihr Blick zu mir. Sie sprang von ihrem Stuhl auf und fiel mir um den Hals:,,Gott sei Dank bist du hier. Wenn ich noch länger alleine gewesen wäre, wäre ich verrückt geworden."

,,Tut mir leid. Ich hatte Training und von den Anrufen nichts mitgekriegt. Ansonsten wäre ich früher gekommen", murmelte ich und erwiderte die Umarmung. Es tat gut in diesem Moment jemanden bei mir zu haben, den ich seit Jahren kannte, und nicht mit meinen Sorgen alleine war.

,,Ist okay. Das weiß ich", gab Fiona zurück. Wir lösten uns wieder und setzten uns zusammen auf einen der Stühle, bevor ich die Frage stellte, die mir seit der Fahrt zum Krankenhaus im Kopf brannte:,,Fiona, wieso seid ihr beide eigentlich nicht in Barcelona? Gerard muss doch auch Training haben."

,,Er hatte heute Vormittag Training. Den Nachmittag hatte er frei. Er wollte...", fing sie an zu erklären, doch beendete ihren Satz nicht. Schwer seufzte sie und blickte betrübt zu Boden. Fragend drehte ich meinen Kopf zu ihr:,,Was wollte er?"

,,Das sollte alles anders ablaufen", nuschelte sie und griff nach ihrer Handtasche. Sie holte eine Schatulle heraus, die Schatulle, die ich Gerard vor zwei Wochen in Barcelona dagelassen hatte. Fiona hielt sie mir hin:,,Du wolltest eine Pause, allerdings hat Geri nicht mal zwei Tage ohne dich ausgehalten. Seitdem trägt er deinen Ring und hat sich in den Kopf gesetzt, dich zurückzugewinnen und dir einen Antrag zu machen. Er ist zum Juwelier und hat dort selbst einen Ring gemacht, der so aussieht wie deiner. Dann hat er einen Tisch in dem besten Restaurant der Stadt reserviert und wollte dich nach dem Training abholen. Nachdem ihr euch ausgesprochen habt, wollte er dann um deine Hand anhalten. Während ich die letzten Vorbereitungen im Restaurant gemachte habe, ist er zu deinem Vereinsgelände gefahren. Dann kam der Unfall."

,,Verdammt", hauchte ich ohne zu wissen, was ich denken sollte. Ich nahm die Schatulle entgegen und betrachtete den glänzenden Silberring. 01. Januar 2015, er hatte ebenfalls unseren Jahrestag in die Innenseite eingravieren lassen.

,,Er liebt dich, Sergio. Das tut er wirklich. Dabei kann niemand mithalten, nicht einmal ich", merkte Fiona an. Ich wandte meinen Blick vom Ring ab und sah entschuldigend zu ihr:,,Es tut mir leid, was ich vor zwei Wochen gesagt habe. Ich hatte es nicht so gemeint, sondern war unheimlich frustriert und wütend. Wochenlang hatte ich den Abend vorbereitet und er war nicht gekommen. Mittlerweile habe ich Verständnis dafür, aber an dem Abend... meine Nerven lagen einfach blank."

,,Das weiß ich und er weiß es auch. Er kann deine Reaktion genauso gut nachvollziehen", gab Fiona aufmunternd zurück.

Es dauerte noch fast zwei weitere Stunden, bis eine Krankenschwester auf uns zu kam und uns erklärte, dass Geri auf die Intensivstation gebracht wurde, wohin alle Patienten nach einer schweren Operation verlegt wurden. Er hatte die OP gut überstanden. Alle inneren Blutungen konnten gestoppt und alle Glassplitter der zerbrochenen Autoscheiben entfernt werden. Neben ein paar Wunden und Karzern blieb er ansonsten unverletzt.

Außerdem erklärte uns die Krankenschwester, dass er eben wach geworden und nun ansprechbar war. Wenn wir wollten, durften wir zu ihm, jedoch nur einer zurzeit. Fiona drückte mir einen Kuss auf die Wange und lächelte:,,Geh du zu ihm. Er wartet sicher schon und verlobt euch endlich. Ich will einen Grund haben, mir nach langer Zeit ein neues teures Kleid zu kaufen."

,,Danke", schmunzelte ich und verabschiedete mich von ihr. Mit der Schatulle in der Hand folgte ich der Krankenschwester, die mich zu Gerards Zimmer brachte. Vor der Tür blieb sie stehen und erklärte mir, wo ich sie finden würde, wenn wir sie bräuchten. Verstehend nickte ich.

Während sie sich auf den Weg zu einem anderen Patienten machte, atmete ich tief durch, bevor ich an die Zimmertür klopfte. Von drinnen ertönte ein leises Ja? Vorsichtig öffnete ich die Tür und betrat das Krankenzimmer:,,Hey cariño."

,,Sese", hauchte Geri überrascht. Er lag in einem Krankenbett und blickte mich erschöpft an. Sein Gesicht sowie seine Arme zierten ein paar Kratzer. Außerdem war ein Katheter an seiner rechten Hand angebracht.

Ich schloss die Zimmertür hinter mir und ging langsam auf ihn zu:,,Wie geht es dir?"

,,Mein Kopf brummt", gestand er und versuchte leicht zu lächeln, ,,aber ansonsten ganz gut denke ich."

,,Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt", vermerkte ich und setzte mich zu ihm ans Bett.

,,Ich hatte eigentlich etwas anderes geplant", seufzte er. Ich nickte und griff nach seiner Hand. Tatsächlich trug er an seinem linken Ringfinger den Silberring, mit dem ich ihn vor zwei Wochen einen Antrag machen wollte. Lächelnd verschränkte ich unsere Hände:,,Ich weiß, was du geplant hattest. Fiona hat es mir erzählt."

,,Oh", entwich es ihm und zögerlich hakte er nach, ,,was war deine Reaktion?"

,,Cariño", grinste ich. Ich löste meine Hand aus seiner und öffnete die Schatulle in meiner anderen Hand. Behutsam nahm ich den Ring heraus und legte sie Gerard in die Hand:,,Finde es selbst heraus."

Gerard lächelte müde:,,Sese, es tut mir leid, wenn ich dich in den letzten Wochen vernachlässigt und dir nicht das Gefühl gegeben habe, dass du der wichtigste Mensch in meinem Leben bist, denn das bist du. Du bist alles für mich, nichts und niemand wird daran jemals etwas ändern können. Ich liebe dich und will den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Würdest du auch den Rest deines Lebens mit mir verbringen, damit ich es dir beweisen kann, und mich heiraten?"

,,Ich würde und ich werde", erwiderte ich. Mit etwas Hilfe steckte Geri mir den Ring an den Finger. Glücklich lehnte ich mich zu ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen:,,Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf der Welt."

,,Ich habe das vermisst", gestand Geri, als ich mich wieder von ihm löste. Zustimmend nickte ich und verschränkte wieder unsere Hände:,,Und ich erst."

In Beziehungen gab es Höhen und Tiefen. Auch wenn Geri und ich vor seinem Unfall in einen Tief gesteckt hatten, würde wir das überwinden. Immerhin stand eines fest. Wir liebten uns, was auch immer passierte, und wollten unser restliches Leben zusammen verbringen. Daran konnte kein Tief etwas ändern.

•••

Ich hoffe, dass euch die Fortsetzung gefällt und ich eurem Wunsch nachkommen konnt.💖

Lasst gerne Feedback da und macht euch noch einen schönen Tag.💭

Lg. T.

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