Chapter 59: Dybala/James x Ronaldo [2/2]

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für hummelchen1909

Nachdem ich mir meine Jacke angezogen und meine Schuhe gebunden hatte, stopfte ich meine restlichen Klamotten in die Tasche und warf sie mir anschließend über die Schulter. Ich nahm mein Handy aus dem Spind und scannte ihn nochmal ab, um sicher zugehen, dass ich auch wirklich alles eingepackt hatte. Als ich nichts weiter fand, drehte ich mich um und sah auf einmal in die braunen Augen meines Exfreundes. ,,Hey" murmelte Cris und lächelte bedrückt, ,,können wir reden?"

,,Nein, können wir nicht" gab ich genervt zurück. Mittlerweile war eine Woche vergangen, seitdem James uns erwischt hatte und wir uns gestritten hatten. In den Tagen hatte der Portugiese immer wieder versucht mit mir zureden, doch ich konnte ihm ausweichen.

Auch dieses Mal versuchte ich ohne ein weiteres Wort an ihm vorbeizugehen, aber Cris griff mein Handgelenk und hielt mich auf. ,,Babe bitte, so kann es nicht weitergehen."

,,Cris im Ernst, ich habe keine Zeit. Ich bin mit Douglas verabredet" murrte ich und löste mich von ihm, ,,dein Babe kannst du dir auch sparen."

Damit ließ ich ihn stehen und machte mich auf den Weg zu meinem besten Freund, der an der Kabinentür auf mich wartete und die Szene scheinbar mitverfolgt hatte. ,,Was war das denn?" erkundigte er sich irritiert.

,,Nichts, lass uns einfach fahren" winkte ich ab und verließ die Kabine. Ich hatte ihm noch nichts von der Trennung erzählt, weil ich sie so schnell wie möglich verdrängen wollte. Douglas würde so lange darauf beharren, bis ihm alles erzählen würde. Dabei war das einzige, was ich wollte, die Trennung vergessen und damit abschließen.

,,Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst" erinnerte mich der Brasilianer und schmiss seine Tasche auf die Rückbank.

Das würde eine verdammt lange Autofahrt werden... ich tat es ihm gleich, bevor ich mich auf den Beifahrersitz fallen ließ:,,Ich weiß. Dafür bin ich dir auch echt dankbar."

,,Hör zu, ich habe in den letzten Tagen gemerkt, dass du nicht mehr so viel lachst und dich zurückgezogen hast. Ich sehe, dass du nicht mehr bei Cris bist und dich von ihm fernhältst. Habt ihr euch getrennt?" fragte er und hatte damit meinen wunden Punkt getroffen. Sofort schossen wir die Tränen bei der Erinnerung an unseren Streit in die Augen. Ich richtete meinen Blick aus dem Fenster und versuchte die Tränen krampfhaft zurückzuhalten.

,,Es ist alles in Ordnung, wirklich" presste ich knapp hervor.

,,Paulo, bitte" seufzte mein bester Freund schwer, ,,du brauchst mir nichts vorspielen. Wenn es dir nicht gut geht und du leidest, dann muss ich das wissen."

,,Mir geht es gut. Ich komme klar" entgegnete ich und zwang mich zu einem Lächeln. Eigentlich wollte ich stark klingen, doch ich scheiterte kläglich. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten, so sehr ich es auch versucht hatte, ,,ich komme nicht klar."

Douglas fuhr mit seinem Auto an den Straßenrand und stellte es erstmal ab. Er schnallte sich ab und zog mich in eine feste Umarmung, was bei dem Schalthebel und der Lehne zwischen den Sitzen einfacher gesagt war, als getan. Dennoch war ich dankbar, dass er mir Halt und Kraft gab. ,,Erzähl, Kleiner. Was ist passiert?" hakte er noch einmal sanfter nach, als ich mich einigermaßen beruhigt hatte und löste sich von mir.

,,Letzte Woche hat James ihm, bzw. uns einen Besuch abgestattet. Er sollte erst drei Tage später kommen, aber kam früher. Dementsprechend hat er mich halbnackt an der Tür gesehen und konnte eins und eins zusammenzählen. Als er mit Cris Schluss gemacht hat und gegangen ist, haben wir uns gestritten. Er meinte, dass unsere Monate nichts gegen die Beziehung mit James seien und hat mir die Schuld für den Vorfall gegeben" fasste ich das letzte Wochenende zusammen.

,,Scheiße, seitdem habt ihr nicht mehr mit einander geredet?" erkundigte sich mein bester Freund.

,,Nein, zwar meinte er, dass er es nicht so gemeint hatte und wollte mir noch irgendwas erklären, doch ich bin direkt abgehauen" entgegnete ich und fuhr mir übers Gesicht. Das ganze Gefühlschaos und die vielen Tränen setzten mir wirklich zu.

,,Wieso hast du dir seine Erklärungen nicht angehört?"

,,Weil ich zu verletzt war, um mir noch irgendwas von ihm anzuhören" murmelte ich schulterzuckend.

,,Das bist typisch du" murmelte Douglas und legte mir aufmunternd eine Hand auf die Schulter, ,,Ich kann verstehen, dass seine Worte dich verletzt haben und du sauer auf ihn bist, aber du darfst nicht abhauen, nur weil es einmal stressig wird und ihr euch streitet. Es war nicht richtig von ihm so etwas zusagen, aber du solltest ihm wenigstens zuhören. Du liebst ihn doch, oder?"

,,Natürlich liebe ich ihn, mehr als alles andere auf der Welt. Diese Trennung tut so unheimlich weh, aber wenn ihm die Beziehung mit James wichtiger ist und er mich nicht liebt, kann ich daran nichts ändern" hauchte ich und spürte wie meine Augen wieder glasig wurden. Der Gedanke, dass Cris jemand anderen liebte und lieber mit ihm zusammen war, tat höllisch weh.

,,Paulo, der Mann liebt dich. Wenn er das nicht tun würde, dann hätte er nie im Leben etwas mit dir angefangen. Er wusste, dass er mit James zusammen war und der ihm alles gibt, was man sich nur wünschen konnte, aber er wollte dich und hat alles aufs Spiel gesetzt. Vielleicht war ihm nicht bewusst, wie viel Schaden er damit anrichten würde, aber ihm war es die Sache wert, du warst es ihm wert. Ich habe dich noch nie glücklicher und sorgloser als an seiner Seite gesehen. Mach dir das nicht kaputt und rede ein letztes Mal mit ihm. Danach kannst du immer noch alles beenden und vergessen" sprach er mir Mut zu. Eine Weile ließ ich mir seine Worte durch den Kopf gehen, bis ich zum Entschluss kam, dass er recht hatte. Das einzige, was ich wollte, war mit Cris zusammen sein. Ein letztes Gespräch, in dem wir und aussprachen, würde mich seine Worte vielleicht vergessen lassen und ihm vergeben können.

,,Soll ich dich an seinem Haus absetzen?" bot Douglas an und schien zu wissen, dass er mich überzeugt hatte. Zustimmend nickte ich, was er mit einem warmen Lächeln annahm. Er schnallte sich wieder an und startete sein Auto, bevor er es auf die Straße lenkte und zu Cris Villa fuhr.

Dort angekommen, wünschte der Brasilianer mir noch viel Glück und machte deutlich, dass ich mich melden sollte, wenn ich etwas brauchte. Dankbar verabschiedete ich mich von ihm und lief zur Haustür meines Exfreundes. Es war ein merkwürdiges Gefühl vor seiner Tür zustehen, obwohl wir zerstritten und getrennt waren. Zögerlich betätigte ich letztendlich die Klingel und wartete keine Minute, bis mir die Tür geöffnet wurde. ,,Hey" begrüßte mich Cris überrascht, ,,dich hätte ich wohl am wenigsten hier erwartet."

,,Ich..." setzte ich an und wollte ihm erklären, weshalb ich hier war, doch ich brachte kein Ton heraus. Stattdessen stiegen mir wieder Tränen in Augen und ich fiel ihm erschöpft um den Hals. Etwas überrumpelt erwiderte er die Umarmung und strich mir beruhigend über den Rücken. Wieder einmal wurde mir bewusst, dass ich das gute und wohlfühlende Gefühl, welches ich nur bei Cris fühlte, nie mehr missen wollte. Egal, was für Probleme wir hatten, ich brauchte ihn. ,,Ich liebe dich" hauchte ich, ,,Ich liebe dich und will dich nicht verlieren. Also, lass uns reden."

,,Komm mit, Babe" entgegnete Cristiano sanft und löste sich langsam von mir. Er nahm meine Hand und führte mich ins Wohnzimmer, in dem wir uns zusammen auf die Couch setzten. ,,Es tut mir leid, was ich zu dir gesagt habe. Du bist das Wichtigste für mich und bedeutest mir mehr als jeder Mensch auf diesem Planeten. Keiner macht mich so glücklich und lässt mich so fühlen, wie du es tust, Paulo. Ich hasse mich dafür, dass ich dich so verletzt und blöd angemacht habe" geriet Cris sofort in einen Redefluss.

,,Was ist mit James?" fragte ich leise. Wenn er immer noch Gefühle für den Kolumbianer hatte oder noch nicht über ihn hinweg war, dann wollte ich das wissen. Noch einmal schaffte ich es vermutlich nicht so zu tun, als würde es mich nicht stören.

,,James ist Geschichte. Er gehört zu meiner Vergangenheit und damit muss ich abschließen. Ich habe schon lange keine starken Gefühle mehr für ihn und es ist besser, dass das raus ist und wir beide unser Leben getrennt weiterführen können. Du bist meine Gegenwart und hoffentlich auch meine Zukunft. Mit dir fühlt sich alles so viel besser, intensiver und leidenschaftlicher an. Mein Herz gehört nicht mehr zu ihm. Es gehört dir, einzig und allein dir" beteuerte er  ehrlich.

,,Oh, Cris" wisperte ich überwältigt, bevor ich ihm wieder um den Hals fiel. Von den Zweifeln und negativen Gedanken von vorhin war keine Spur mehr. Ich glaubte und vertraute ihm. Er gab mir innerhalb von Sekunden das Gefühl von Sicherheit, was seit unserem Streit gefehlt hatte.

,,Heißt das, dass du mir verzeihst und wir nochmal von vorne anfangen?"

,,Ich verzeihe dir, mi vida" murmelte ich und legte anschließend meine Lippen auf seine. Er konnte machen, was er wollte - ich würde ihn immer lieben. Der Anfang der Saison war für mich sehr schwer, da ich meiner Form hinterher lief und nur auf der Bank saß, doch er war für mich da und unterstützte mich. Zusammen haben wir diese Zeit überstanden und ich war mir sicher, dass wir alles andere ebenfalls überstehen würden, wenn wir zusammen waren.

Das Happyend für Dybala x Ronaldo, ich hoffe er gefällt dir🙏🏻🖤

Das hat KleinesEinhorn17 geschrieben, als sie den Os schon vorher gelesen hat:

awwwww ich weiß gar nicht was du hats, dass ist genau richtig (herzaugensmylie)

lg kleineseinhorn17 <3

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