Chapter 85: Draxler x Kimpembe [2/2]

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für KleinesEinhorn17💕

,,Das war eine blöde Idee. Wir sollten das alles wegräumen und abbrechen" beschloss ich panisch, als ich einen Blick auf die Terrasse warf, die Marco und ich dekorierten. Bereits gestern Abend hatte der Italiener mit den Vorbereitungen für den Antrag angefangen, den ich Julian heute Abend machen wollte. Ich war ihm mehr als dankbar, dass er mir so viel Arbeit abnahm und mich unterstützte.

,,Hast du sie noch alle?" hakte Marco entrüstet nach und streute die letzten Rosenblätter auf den Boden, ,,weißt du, wie lange ich hier gesessen habe, damit ihr für heute Abend eine schöne Terrasse habt? Ich habe Marqui mit den Kindern für zwei Tage alleine gelassen, um dir zu helfen. Du wirst ihn heute Abend den Antrag machen. Das war sicherlich nicht um sonst."

,,Ich bin jetzt schon aufgeregt. Wie soll das erst heute Abend werden?" murrte ich hoffnungslos und fuhr mir übers Gesicht. Wenn das so weiterginge, würde ich heute Abend kein Wort herausbekommen und mich gar nicht erst trauen, Julian einen Antrag zumachen.

Marco seufzte und legte mir eine Hand auf die Schulter:,,Es ist gut, dass du nervös bist. Das zeigt, wie wichtig dir der Antrag und die Beziehung zu Julian ist. Atme tief durch und genieß den Tag mit ihm heute. Vielleicht bist du heute Abend etwas entspannter."

,,Und wenn er mich nicht heiraten will?" Ich hatte Marco diese Frage wohl schon um die Hundertmal gestellt. Immer wieder hatte er geschafft, sie aus meinem Gedächtnis zu verbannen, doch je näher ich dem Tag kam, an dem ich um Julians Hand anhalten wollte, desto öfter kam sie zurück.

,,Er wird nicht nein sagen, klar? Marqui und ich haben morgen unseren dritten Hochzeitstag, weshalb ich absolut keine Zeit für gebrochene Herzen oder jemanden, der zu feige war, seinen monatelang geplanten Antrag durchzuziehen, habe. Hab vertrauen in dich, Julian und eure Beziehung. Jeder, der euch sieht, merkt, dass ihr zusammengehört" vermerkte Marco, bevor er mich umdrehte und leicht aus der Tür schubste, ,,du wirst jetzt ins Hotel fahren und den Tag mit deinem zukünftigen Verlobten verbringen. Ich mache hier noch alles fertig und nehme dann den nächsten Flieger nach Paris."

,,Danke für alles Marco. Du hast etwas gut bei mir" lächelte ich ehrlich und richtete mich noch einmal zu ihn. Ohne den Italiener hätte ich es sicherlich nicht geschaffte eine so wunderschöne Location zu organisieren oder eine Italien Reise zu planen. Alle Städte, die Marco mir damals empfohlen hatte, waren traumhaft und Julian und ich hatten eine unbeschreiblich tolle Zeit.

,,Ich werde darauf zurückkommen" versicherte Marco schmunzelnd, bevor wir uns verabschiedeten. Ich lief die Treppe, die von einem kleinen Restaurant aus zur Dachterrasse führte, hinunter. Mit einem kleinen Boot fuhr ich wieder zu unserem Hotel, was ein paar Kilometer vom Restaurant entfernt war. In Venedig fand der Straßenverkehr immerhin ausschließlich auf dem Wasser statt.

An unserem Hotel angekommen, machte ich mich auf den Weg zu unserem Zimmer. Leise öffnete ich die Zimmertür mit meiner Karte und steckte meinen Kopf durch die Tür. Im Zimmer herrschte Stille und auch die Fenster waren noch abgedunkelt. Julian schien zum Glück nicht wach geworden zu sein. Darauf bedacht meinen Freund nicht zu wecken, schloss ich die Zimmertür hinter mir und warf einen Blick auf mein Handy, 08:15 Uhr. Ich war um 4 Uhr aufgestanden, um die Terrasse mit Marco vorzubereiten und den heutigen Tag noch einmal durchzugehen. Somit beschloss ich mich wieder zu Julian zu legen und mich zu entspannen, bevor ich mir im Kopf die schlimmsten Szenarios für heute Abend ausmalte. Mein T-Shirt zog ich mir übern Kopf und schmiss es, nachdem ich aus meinen Schuhen geschlüpft war, neben unseren Koffer genau wie meine Hose. Vorsichtig legte ich mich zu Julian in unser Hotelbett und zog ihn behutsam zu mir.

Knapp drei Stunden später hatten wir gefrühstückt und konnten das Hotel verlassen. Insgesamt hatten wir fünf Tage Aufenthalt in Venedig, zwei Tage waren bereits verstrichen und mit diesem Tag hatten wir noch genau drei. Den ersten Tag hatten wir damit verbracht durch ein paar Gassen zu schlendern und die verschiedensten Läden zu erkunden. Der zweite Tag war ein Museumstag, den wir unter anderem im Museo Correr oder im Dogenpalast verbrachten. Heute hatte ich mit Marcos Hilfe geplant, dass wir den Markusplatz sowie den Markusdom und den Markusturm genauer betrachteten. Danach stand eine Fahrt durch den Canal Grande an. Am Abend würde uns das Boot an dem kleinen Restaurant absetzen, auf dessen Dachterrasse Marco und ich alles für einen romantischen Abend vorbereitet hatten.

Erstaunlich gut schafften wir alles, was wir uns vorgenommen hatten. Julian war überglücklich und hätte am liebsten das kleine Cafe am Markusplatz, in dem wir eine kleine Pause gemacht hatten, nie verlassen. Er schien diese Stadt von allen anderen Städten, die wir schon besucht hatten, am meisten zu mögen. Es machte froh, dass er so viel lachte und ihm sein Geburtstaggeschenk so gut gefiel. Schon lange hatte er den Wunsch nach Italien zu reisen und hätte ich gewusst, dass er hier so aufblühte, wäre ich schon früher mit ihm hierhergefahren. Als ich immer wieder in seine glänzenden Augen und sein breites Lächeln im Gesicht sah, wurde mir bewusst, dass er es war. Dass er derjenige war, denn ich mehr liebte als alles andere auf der Welt und den ich für immer so glücklich sehen wollte. Ich sah in seinen Augen meine Zukunft und wollte nichts sehnlicher, als sie mit ihm teilen. Je öfter ich in seine braunen Augen blickte, desto ruhiger wurde ich. Meine ganze Angst und meine Sorgen, was später beim Abendessen passieren könnte, waren verpufft. Es war, als würde er mir seine Antwort auf meine ungestellte Frage mit jedem Lächeln geben.

Am Abend war es nun soweit. Das Boot hielt an dem Ort, an dem ich schon heute Morgen gewesen war. Elegant sprang ich auf den Steg und half danach auch meinem Freund vom Boot, der dankend meine Hand ergriff:,,Hier waren wir noch gar nicht."

,,Du warst hier noch nicht" verbesserte ich Jules und führte ihn Hand in Hand in das kleine Restaurant. Gespannt sah mein Freund sich um.

,,Du warst hier schon einmal? Ohne mich?" hakte er irritiert nach. Darauf antwortete ich ihm nicht mehr. Ich zog langsam durch das Restaurant, bis wir an der Wendeltreppe ankamen, die auf die Terrasse führte.

Davor stoppte ich kurz und warf Julian ein leichtes Lächeln zu. Ein letztes Mal verlor ich mich in seinen wunderschönen Augen und wieder wurde mir bewusst, dass ich den Rest meines Lebens nur mit ihm, der Liebe meines Lebens, verbringen wollte. Von Julian bekam ich nur einen weiteren verwirrten Blick und ein prüfendes ,,ist alles okay?". Ich nickte sanft und lief mit ihm die Treppe hoch.

,,Oh mein Gott" entwich es Julian, als wir auf der Dachterrasse standen. Dort stand ein gedeckter Tisch, wie Marco und ich ihn heute Morgen hinterlassen hatten. Eine Spur aus roten Rosenblättern führte zu ihm. Ringsherum standen unzählige Pflanzen und Kerzenständer, die ein Mitarbeiter des Restaurants netterweise auf Wunsch für mich anmachen sollte. Im Hintergrund spielte angenehme italienische Musik und der Blick auf Venedig war atemberaubend.

,,Gefällt es dir?" fragte ich schmunzelnd nach, während Julian weiterhin erstaunt die geschmückte Terrasse betrachtete.

,,Ob es mir gefällt? Es ist wunderschön" hauchte er überwältigt und drehte sich zu mir, ,,hast du das alles gemacht?"

,,Ich hatte Hilfe" gab ich zu und atmete einmal tief durch. Ich spürte, dass nun der richtige Moment gekommen war, der Moment, den ich so lange und intensiv vorbereitet hatte. ,,Julian, jedes Mal, wenn du bei mir bist, werde ich automatisch ruhiger. Egal, ob wir ein Spiel verlieren oder ich mich mit jemanden streite, du bist immer für mich da und ich kann dir alles anvertrauen. Sobald ich bei dir bin, habe ich das Gefühl durchgehend glücklich und angekommen zu sein. Das schlimmste Unwetter könnte auftreten oder die Welt untergehen, solange ich bei dir bin, bin ich glücklich. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir selbst ab und an auf die Nerven gehe oder mich für Niederlangen verantwortlich mache, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Doch du schaffst es mich aus dem tiefsten Loch zu ziehen und dafür zu sorgen, dass ich mich besser fühle. Du machst mich zu einem besseren Menschen, mon amour, und dafür bin ich dir unheimlich dankbar."

Ich zog eine kleine Schatulle aus meiner Jackentasche und kniete mich traditionell vor Julian, dessen Lächeln breiter und Augen glasiger wurden, bevor ich mit meiner Rede fortfuhr:,,Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Jeden Morgen will ich neben dir aufwachen und jeden Abend neben dir einschlafen. Du bist derjenige, der mein Leben lebenswert macht. Ohne dich wüsste ich nicht, was ich heute tun sollte. Du bist alles, was ich jemals wollte, mon amour. Mit dir will ich alt werden und für immer zusammen sein. Willst du mich heiraten?"

,,Ja, ja, ja" antworte Julian überglücklich und blinzelte seine Tränen weg, ,,ja, ich will dich heiraten."

Lächelnd steckte ich ihm den silbernen Ring an den Fingern und stand wieder auf. Kaum stand ich wieder, fiel Jules mir um den Hals und drückte mich fest an sich. ,,Ich liebe dich so sehr, Pres" murmelte er immer noch überwältigt.

,,Ich liebe dich auch." Ich erwiderte Julians Umarmung und übernahm sein Lächeln. In diesem Moment schien alles perfekt zu sein. Monatelang hatten Marco und ich diesen Abend geplant und es hatte sich wirklich gelohnt. Von nun an dürfte ich Julian meinen Verlobten nennen und zukünftig meinen Ehemann. Ich freute mich auf die Zeit, die auf uns zukommen würde und würde jede Sekunde mit ihm genießen. 

Nach einem halben Jahr die Fortsetzung... ich hoffe das warten, hat sich gelohnt<3

Ps. ich freue mich auf meinen Mbappé x Thauvin Os

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