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für KleinesEinhorn17<3
Anmerkung: Beide sind keine Fußballer sondern Schüler.
Sonntag, 20:17 Uhr
,,Babe, was ist los? Ich habe gerade deine Nachrichten gelesen. Ich... lass uns reden. Ruf mich zurück."
,,Ney, bitte. Ich mache mir Sorgen. Ruf mich an, wenn du das abhörst."
,,Babe, ich bin auf dem Weg nach Hause. Wir sehen uns morgen und können über alles reden. Gott, ich liebe dich und will dich nicht verlieren."
Wissend, dass ich Kylian das Herz gebrochen hatte, schloss ich die Augen und lehnte meinen Kopf an die Wand. Mit Tränen überströmten Wangen saß ich auf dem Laminatboden in meinem Zimmer und hörte meine Mailbox ab. Kylian hatte mir einige Nachrichten hinterlassen, nachdem ich ihm geschrieben hatte, dass ich für uns beide keine Zukunft mehr sah und wir getrennte Wege gehen sollten.
In jeder seiner Nachrichten hörte man, dass seine Stimme zitterte und hauchdünn war. Auch wenn er versuchte es zu unterdrücken, konnte man seine leisen Schluchzer hören. Ich wusste, dass er meinetwegen geweint hatte. Mir war schon, bevor ich die Nachricht verschickt hatte, bewusst, dass er verletzt sein und leiden würde. Es gab kein schlimmeres Gefühl, als zu wissen, dass die Person, die man liebte, litt und das auch noch seinetwegen. Doch ich hatte keine Wahl und konnte ihm den Schmerz nicht nehmen.
》48 Stunden zuvor《
,,Neymar, Besuch für dich!" hörte ich Mariana, unsere Haushälterin, von unten rufen. Seit ich denken konnte, arbeitete sie bei uns und kümmerte sich um meine Schwestern und mich, wenn unsere Eltern es nicht konnte.
Seufzend legte ich meinen Stift weg und stand von meinem Schreibtischstuhl auf. Eine Pause von Mathe konnte ich ohnehin gerade gut gebrauchen. Ich verließ mein Zimmer und lief die Treppe runter. Unten angekommen, blickte ich Mariana an, da ich abgesehen von ihr niemanden sehen konnte. ,,Monsieur Mbappé, erwartet dich im Wohnzimmer."
,,Monsieur Mbappé?" wiederholte ich irritiert, als sie auf die Wohnzimmertür deutete, ,,was möchte Kylians Vater von mir?"
,,Ich weiß es nicht, aber er hat darauf bestanden" erklärte mir unsere Haushälterin. Nickend nahm ich ihrer Worte zur Kenntnis, ehe ich mich mit einem unguten Gefühl auf den Weg zu Kylians Vater machte.
,,Monsieur Mbappé, was für eine Überraschung Sie hier zusehen. Meine Eltern sind zurzeit auf Dienstreise" begrüßte ich ihn und betrat das Zimmer. Vielleicht war das alles nur ein Missverständnis und er wollte eigentlich mit meinem Vater sprechen. Immerhin waren die beiden wichtige Geschäftspartner.
Monsieur Mbappé drehte sich zu mir und checkte mich skeptisch ab. Die Hand, die ich ihm hinhielt, nahm er entgegen und setzte dabei ein grimmiges Lächeln auf:,,Das weiß ich. Ich wollte zu dir, Neymar."
,,Wie kann ich Ihnen helfen?" fragte ich höflich und versuchte mir meine Unsicherheit nicht anmerken zulassen.
,,Neymar, ich mag dich. Du bist ein intelligenter und cleverer Junge, der in der Zukunft sehr erfolgreich werden kann. Kylian hat in dir einen sehr guten Freund gefunden, wie ich hörte wohl einen zu guten" vermerkte Monsieur Mbappé und verschränkte die Arme vor der Brust.
,,Was mein..." ,,Ich möchte darauf nicht näher eingehen. Du kannst dir sicher vorstellen, welches eurer kleinen Geheimnisse nun nicht mehr geheim ist" fiel er mir direkt ins Wort, als ich ansetzen wollte. Sein Blick war abwertend und kühl:,,Ich bin ehrlich zu dir und mache deutlich, was ich nun von dir erwarte. Du beendest das Verhältnis zu Kylian und hältst dich von ihm fern."
,,Auf keinen Fall!" platze es direkt aus mir heraus, ,,ich meinte... Sie können das von mir nicht verlangen. Ich liebe Kylian."
,,Ihr seid Kinder. Von Liebe habt ihr noch keine Ahnung. Mal davon abgesehen, dass das keine Bitte war. Halt dich von Kylian fern, Neymar." Seine Stimme hatte einen warnenden und drohenden Unterton, der mir einen Schauer über den Rücken jagte.
,,Und was passiert, wenn ich das nicht tue?" wollte ich wissen.
,,Ich bin der wichtigste Partner deines Vaters. Es wäre ein Desaster, wenn ich deinem Vater die Zusammenarbeit kündigen und die Gelder für seine Firma streichen würde, nicht wahr? Besonders schlimm würde es dann noch werden, wenn all seine anderen Partner mich berechtigterweise fragen würden, weshalb ich die Zusammenarbeit mit deinem Vater abgebrochen habe und die Firma, sowie deinen Vater bei ihnen schlecht reden würde. Er würde alle seine Partner verlieren, seine Firma nicht mehr finanzieren können und müsste alles aufgeben."
Mein Kinn klappte herunter und schockiert blickte ich in die Augen von Kylians Vater. In ihnen war kein Funke Mitgefühl zu finden. Alles, was er sagte, meinte er ernst. Würde ich mich nicht von Kylian fernhalten, würde er meine Familie, allen voran meinen Vater und das, was er sich über Jahre hart erarbeitet hatte, in den Abgrund stürzen.
,,Falls ich noch nicht deutlich genug war, Neymar" fuhr Monsieur Mbappé fort, ,,deine Familie würde ihr gesamtes Vermögen verlieren. Und Kylian? Ihn nehme ich von der Schule und schicke ihn auf ein Internat in der Schweiz, wie ich es schon vor Jahren tun wollte."
Ich wusste absolut nicht, was ich sagen sollte. Während Kylian übers Wochenende nach Monaco gefahren war und zusammen mit Presnel ein Festival besuchte, musste ich mir anhören, wie sein Vater in Sekunden unsere Leben zerstören würde, würde ich nicht mit ihm Schluss machen.
,,Ich hoffe, dass alles bei dir angekommen ist und du weißt, was du nun zu tun hast" fügte Monsieur Mbappé noch hinzu.
Ich spürte, wie meine Augen glasig wurden, doch versuchte meine Tränen weg zublinzeln. Es war nicht fair mich vor eine Wahl zu stellen, die von Anfang an entschieden war. Meiner Familie könnte ich den Verlust ihrer Arbeit genauso wenig antun wie Kylian das Leben auf dem Internat. Hoffnungslos fuhr ich mir durch die Haare und nickte:,,Es ist alles angekommen. Ich werde mich von Kylian fernhalten, aber ob er mich auch gehen lässt, ist etwas anderes. Wir kennen uns seit der Grundschule, stehen uns nah. Ich weiß, wie viel ich ihm bedeute und dass er mich braucht."
,,Meine Güte, dann sorg dafür, dass er dich gehen lässt. Weis ihn ab, wenn er zu dir kommt und lass ihn stehen" entgegnete Monsieur Mbappé.
,,Soll das ein Scherz sein?" hakte ich mit dünner Stimme nach. Erst soll ich ihn verlassen und nun auch noch ignorieren? Ich kannte Kylian seit über 10 Jahren. Das war einfacher gesagt, als getan.
,,Ich denke, dass du mittlerweile gemerkt hast, dass ich keine Scherze mache. Kylian wird darüber hinwegkommen. Du bist nicht sein einziger Freund." Aber der einzige, den er von ganzem Herzen liebte, hätte ich am liebsten erwiderte, doch behielt es für mich. Kylians Vater hätte es nicht verstanden. Er würde es nie verstehen, egal was ich sagen würde.
》Flashback Ende《
Noch am selben Abend musste ich Kylian Nachrichten schreiben, in denen ich mit ihm Schluss machte, es für mich keinen Sinn mehr hätte, mit ihm zusammen zu sein und ich für uns keine Zukunft sah. Damit gab Monsieur Mbappé sich vorerst zufrieden. In der Schule sollte ich ebenfalls kein Wort mit Kylian wechseln, meine Kurse mit anderen tauschen, damit er mich nicht sehen musste. Es war, als hätte Kylians Vater in einer Sekunde mein Leben zerstört und ich musste nun mit den zerbrochenen Teilen zurechtkommen, die übriggeblieben waren.
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Montag, 07:54 Uhr
Englisch, Chemie, Geografie und Geschichte, während ich an meinem Schließfach stand, suchte ich mir die Bücher heraus, die ich für den heutigen Tag brauchen würde und ging meinen Stundenplan im Kopf durch. Als ich überzeugt war, dass ich alles hatte, gab ich der Schließfachtür einen kleinen Stoß und ließ sie ins Schloss fallen. Kaum war mein Schließfach verschlossen, wollte ich zu meinem ersten Kursraum gehen, doch stattdessen blickte ich in die leeren Augen von Kylian, der sich gegen die anderen Schließfächer gelehnt hatte. Seine dunkeln Augenringe und roten Augen waren nicht zu übersehen. Er schien die letzten Tage kaum geschlafen zuhaben. ,,Oh f*ck."
,,Oh f*ck?" wiederholte Kylian meine Worte verständnislos, ,,du versuchst mit mir über ein paar Nachrichten Schluss zu machen und das einzige, was du mir zusagen hast, ist oh f*ck?!"
,,Was soll ich großartig dazu sagen?" antwortete ich das dümmste, was ich wohl sagen konnte. Ich versuchte mir nicht anmerken zulassen, dass es mein Herz zerbrach, Kylian so fertig zusehen. Das einzige, worauf ich mich fokussierte, waren die Worte von seinem Vater. Das, was er wollte, musste ich durchziehen.
,,Babe, wenn du Angst hast oder dir Gedanken um unsere Zukunft machst, dann können wir darüber reden. Wir können sonst auch über alles reden und schaffen das." Kylians Stimme wurde weicher und mitfühlender.
,,Ich habe dir geschrieben, wie ich über uns denke. Das musst du akzeptieren" entgegnete ich und drehte mich hastig von Kylian weg. Ich würde diese Diskussion nicht standhalten können, wenn er mich weiterhin mit so viel Liebe und Zuneigung ansah. Ich würde ihn nicht anlügen können.
,,Verdammt, Ney" fluchte Kylian und hielt mich an der Schulter zurück, sodass ich nicht einfach wegrennen konnte, ,,woher kommt dieser Sinneswandel? Ich verstehe es nicht. Bevor ich nach Monaco gefahren bin, lagen wir zusammen in deinem Bett, ich in deinen Armen und du hast mir gesagt, wie sehr du mich liebst. Jetzt willst du mir erzählen, dass du nicht mehr mit mir zusammen sein willst?"
,,Sieht wohl so aus" murmelte ich und blickte zu Boden. Mir war von Anfang an klar, dass Kylian mich nicht gehen ließ, wenn ich einfach so gehen wollte. Er kannte mich zu lange und zu gut, um zu wissen, dass ich sowas niemals tun würde.
,,Erzähl mir, was los ist. Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt" bat mich Kylian sanft.
Ich war still und brachte kein Wort heraus. Langsam spürte ich, wie mir die Tränen in die Augen stiegen und ich sie nur mit Mühe zurückhalten konnte. Auf einmal merkte ich, wie jemand eine Hand an meine Wange legte und mein Kopf behutsam hochhob. Nun musste ich Kylian in die Augen sehen, auf dessen Lippen sich mittlerweile ein trauriges Lächeln spielte:,,Babe, du kannst mir alles anvertrauen. Wir regeln das gemeinsam. Was auch immer passiert ist, es wird sich klären."
,,Nein, es wird sich nicht klären. Alles geht kaputt. Alles wird nur noch schlimmer" hauchte ich und schüttelte den Kopf, damit auch Kylians Hand ab.
,,Ney, bitte. Erklär mir, was los ist, damit ich es verstehen kann. Was wird schlimmer?" wollte Kylian verzweifelt wissen und schien sich schon einige Szenarien zu überlegen.
,,Hör verdammt nochmal auf ständig nachzufragen! Du hast keine Ahnung, wie verrückt mich das macht" warf ich ihm wütend vor, ,,es ist vorbei, Kylian. Komm damit klar. Du bist kein kleines Kind mehr und findest jemand neuen... genau wie ich."
Ohne noch etwas zusagen oder seine Reaktion abzuwarten, drehte ich mich ein weiteres Mal um. Ich lief den Flur ohne Ziel entlang. Immerhin musste ich für meinen Englischkurs eigentlich in die andere Richtung. Welche Worte ich Kylian an den Kopf geworfen hatte und was sie bedeuteten, realisierte ich erst später. Doch sie schienen so bescheuert zu sein, dass er mich in Ruhe ließ, vermutlich für immer.
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Damit werden die Os in diesem Buch offiziell fortgesetzt :3 Ich hoffe er gefällt euch und ihr seid gespannt auf den zweiten Teil, der nächste Woche kommen wird.
Ich bin todmüde, da ich meine Nacht/Morgen mit F1 verbracht habe, aber muss sagen, dass es sich echt gelohnt hat.(hat einer das Rennen noch gesehen?👀)
Ich hoffe, dass ihr einen genauso tollen Tag hatte und wünsche euch noch einen schönen Abend.💖
Lg. T.
Kommentar von KleinesEinhorn17:
Och Ney.. ich weiß nicht, wer der beiden mir mehr leid tut.. i'm so sorry..☹ aber auf jeden Fall gut geschrieben 💕
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